Gefühle im Kreis der Farben

‘Sternennacht’ 2016
(liquid acrylics auf Malkarton)

Ich würde von mir selber nie behaupten, dass ich eine besondere Begabung oder Talent zum Malen oder auch zum Musizieren habe.

Die Malerei ist für mich ein ideales Werkzeug zur Selbstreflexion, dabei geht es mir weniger um die Wahl des Motivs oder wie das Ergebnis schlussendlich aussieht, sondern vielmehr darum, wie ich während des Prozesses agiere. Vieles davon spiegelt sich auch in meinem Alltag wieder.

Themen wie Geduld, Konzentration, und Entscheidungsfähigkeit machen sich dabei besonders bemerkbar, aber auch „Genug sein lassen“ spielt immer wieder eine zentrale Rolle.

Oft kann schon eine kleine Linie oder ein Farbklecks zu viel das ganze Bild für mich „ruinieren“, allerdings hat ein Zuviel in der Malerei weniger negative Konsequenzen als es im Alltag hat.

Anders als Menschen, verzeiht ein Bild (fast) alles und ist außerdem auch weniger nachtragend, deshalb widme ich mich in meiner Freizeit am liebsten den vielfältigen Angeboten der verschiedenen Künste.

Besonders spannend empfinde ich dabei das Nuancieren einzelner Farben. Die scheinbar unendlichen Abstufungen im Farbkreis, erinnern mich an die unzähligen Ausdrucksformen verschiedener Gefühle der Menschen.

Die Freude daran zu beobachten was ich aus einer einzigen Farbe alles entstehen lassen kann, helfen mir unter anderem dabei meine eigenen Gefühle, als auch die anderer Menschen mit mehr Gelassenheit und Hingabe zu betrachten.

Für mich ist das Malen mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende Meditationspraxis geworden. Sie schenkt mir Ruhe und Freude und verhilft mir so zu mehr Bewusstsein und Selbstakzeptanz.

Ein Hobby, das ich jedem Menschen empfehlen würde, der sich mehr Klarheit über sich und seine Gefühle wünscht.

In Liebe,
Riah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

fünf × drei =